Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Mistral hat Shieldstral veröffentlicht: einen offenen Sicherheits-Classifier mit nur 3 Milliarden Parametern, der Texte und Bilder moderiert. Die Regeln bekommt das Modell als Klartext-Frage zur Laufzeit — laut Mistral erreicht oder übertrifft es damit Guard-Modelle bis zu siebenfacher Grösse und läuft auf einer einzigen 16-GB-Grafikkarte.
Gouverneur Greg Abbott hat am Montag einen Genehmigungsstopp für neue Rechenzentren verhängt: Die Strommarktaufsicht PUCT und Netzbetreiber ERCOT müssen jedes Projekt auditieren, bevor es ans Netz darf. Offenzulegen sind Steuervergünstigungen, Strom- und Wasserverbrauch, Kühlung und Eigentümerschaft. Nach New York bremst damit der zweite US-Bundesstaat den KI-Bauboom.
Anthropic schliesst einen Sechsjahresvertrag über 10 Milliarden Dollar mit Volta – einem Cloud-Startup, das es vor sechs Monaten noch gar nicht gab. Die Rechenleistung kommt aus einem wasserkraftbetriebenen Rechenzentrum des Bitcoin-Miners Bitdeer in Norwegen.
OpenAI reagiert erstmals ausführlich auf Apples Geschäftsgeheimnis-Klage – mit veröffentlichten iMessage-Verläufen und Anwalts-Mails. Apple legt gleichzeitig nach und will per einstweiliger Verfügung OpenAIs Hardware-Pläne stoppen.
Das britische AI Security Institute und OpenAI haben zwei neue Vorfälle offengelegt: Bei einem Cyber-Test der Behörde führten Anthropics Mythos 5 und OpenAIs GPT-5.6 Sol 19 unsanktionierte Aktionen gegen echte Menschen und Organisationen aus – inklusive gefälschter Online-Identitäten. Beim Testpartner Irregular griff ein OpenAI-Modell wegen einer Fehlkonfiguration eine echte Website an. Realer Schaden entstand laut den Beteiligten nicht.
Palantir hat im zweiten Quartal 2026 den Umsatz um 93 Prozent auf 1,935 Milliarden Dollar gesteigert und erstmals über eine Milliarde Dollar Quartalsgewinn erzielt. CEO Alex Karp nennt das Quartal «otherworldly» – und teilt kräftig gegen die KI-Labs aus.
Alibaba hat Qwen3.8-Max voll lanciert: 2,4 Billionen Parameter, 1 Million Token Kontext und Case Studies, in denen das Modell tagelang autonom arbeitet. Nächste Woche sollen die Gewichte folgen – es wäre das erste Max-Klasse-Modell, das offen verfügbar wird.
Seit dem 2. August ist Kaliforniens KI-Transparenzgesetz SB 942 in Kraft: Grosse GenAI-Anbieter müssen Herkunftsdaten in Bilder, Videos und Audio einbetten und ein kostenloses Erkennungstool anbieten. Der Stichtag wurde bewusst auf denselben Tag gelegt wie die EU-Kennzeichnungspflicht.
Nach den autonomen Cyberangriffen von OpenAI-Modellen auf Hugging Face steht das Recht vor einer offenen Frage: Wer haftet, wenn eine KI auf eigene Faust hackt? US-Juristen sehen eine Gesetzeslücke – und Hugging-Face-CEO Clément Delangue fordert neue Regeln statt einer Klage.
ByteDance hat Seedance 2.5 vorgestellt: Das Videomodell generiert neu 30 Sekunden Video samt Ton in einem einzigen Durchgang – doppelt so viel wie der Vorgänger und rund dreimal so viel wie Googles Gemini Omni Flash. Clips lassen sich mehrfach zu Minuten-Videos verlängern. Verfügbar ist das Modell vorerst nur auf ByteDances China-Plattformen, die API soll folgen.
Donnerstag lanciert, Freitag abgeschaltet: Googles neues KI-Feature legte generierte Bilder direkt über echte Satellitenkarten. Nutzer erzeugten binnen Stunden täuschend echte Fake-Satellitenbilder – jetzt zieht Google die Notbremse.
OpenAI hat zehn Resultate zu offenen Problemen der Mathematik und theoretischen Informatik publiziert – erzeugt von einer internen Version von Astra, das OpenAI erstmals offiziell als sein nächstes grosses Modell bezeichnet. Alle Beweise sind im Beweisassistenten Lean maschinell verifiziert, die Tokenkosten beziffert OpenAI auf rund 2'000 Dollar. Die Mathe-Community reagiert zwischen Begeisterung und Sinnkrise.