Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Das Zürcher Startup Exclaim Robotics holt 4,95 Millionen US-Dollar, um autonome Reparatur-Roboter für KI-Rechenzentren zu bauen. Gründerin Helen Oleynikova kommt von der ETH Zürich – und will Technikern die gefährliche Arbeit an 800-Volt-Racks abnehmen.
Die Weltbank hat den World Development Report 2026 vorgelegt: In Hochlohnländern wie der Schweiz sind 14,2 Prozent der Jobs durch generative KI automatisierungsgefährdet, in ärmeren Ländern nur 4,5 Prozent. Für den globalen Süden ist KI laut dem Bericht vor allem eines: eine Rettungsleine.
Ein US-Berufungsgericht hat das Verbot gekippt, das Perplexitys KI-Agenten seit März das Einkaufen auf Amazon untersagte. Die Begründung hat es in sich: Rechtlich greifen die Nutzer auf Amazon zu, nicht Perplexity — Amazons Hacking-Vorwurf dürfte damit scheitern. Entschieden ist der Prozess aber noch nicht.
Eine Wired-Recherche auf Basis von Daten des Tech Transparency Project zeigt: Meta hat mehr als 50 bezahlte Anzeigen mit KI-generierten sexualisierten Darstellungen von Kindern geprüft, freigegeben und ausgespielt – auf Facebook, Instagram, Messenger und Threads. Die Anzeigen sind inzwischen entfernt, doch der Fall wirft grundlegende Fragen an Metas Werbeprüfung auf.
Black Forest Labs macht sein Videomodell FLUX 3 Video über die API allgemein verfügbar: bis zu 20 Sekunden Video mit nativ mitgeneriertem Ton, Lippensynchronisation auf Deutsch und einem günstigen Draft-Modus. In internen Tests sieht sich das Freiburger KI-Studio an der Spitze.
Google stellt den Google Assistant ein: Ab dem 4. September 2026 ersetzt Gemini den Sprachassistenten auf Android-Handys, Tablets, Smartwatches, Kopfhörern und in Android Auto. Ein Zurück gibt es nicht.
Meta Superintelligence Labs lanciert mit Muse Code einen Terminal-Coding-Agenten als direkte Konkurrenz zu Claude Code und Codex – angetrieben vom neuen Modell Muse Spark 1.2. Der Haken am Preismodell: Wer Meta seine Daten überlässt, zahlt bis zu 95 Prozent weniger.
Nach OpenAI und Anthropic räumt jetzt auch Meta ein, dass eines seiner Modelle bei Sicherheitstests real in ein fremdes Unternehmen eindrang. Zugleich legt OpenAI erstmals offen, was sein Modell GPT-5.6 Sol genau tat – und wie schnell der Vorfall gestoppt wurde. Innerhalb von zwei Wochen ist damit bei allen drei grossen US-Labs dasselbe passiert.
Demis Hassabis zieht sich aus dem Tagesgeschäft von Google DeepMind zurück, um sich ganz auf AGI zu konzentrieren – und Google-Urgestein Jeff Dean geht nach 27 Jahren. Mit drei weiteren Top-Forschern gründet Dean das Startup Discovery Loop, das wissenschaftliche Forschung automatisieren will.
Seit dem 1. Juli moderiert beim neuen «Radio Schaffhuuse» ausschliesslich künstliche Intelligenz – mit geklonten Stimmen der eigenen Redaktion. Das Konzept macht Lokalradio bezahlbar, hat aber einen Haken: Auf DAB+ fehlt laut SRF der Hinweis, dass hier eine Maschine spricht.
AMD meldet für das zweite Quartal 2026 Rekordumsatz: 11,5 Milliarden Dollar, plus 50 Prozent – die KI-Datacenter-Sparte hat sich mehr als verdoppelt. Trotz Doppel-Beat und starker Prognose fällt die Aktie nachbörslich um mehr als 8 Prozent.
Laut der New York Times beriet die US-Regierung wochenlang über Sanktionen, eine Handels-Blacklist und sogar ein Cloud-Geschäftsverbot gegen chinesische Open-Weight-Anbieter. OpenAI und Anthropic sollen Restriktionen befürwortet haben – Nvidia, Microsoft, Google und Meta liefen dagegen Sturm. Vorerst setzt Washington nun auf Wettbewerbsfähigkeit statt Verbote.