Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Alibaba hat Qwen3.8-Max voll lanciert: 2,4 Billionen Parameter, 1 Million Token Kontext und Case Studies, in denen das Modell tagelang autonom arbeitet. Nächste Woche sollen die Gewichte folgen – es wäre das erste Max-Klasse-Modell, das offen verfügbar wird.
Seit dem 2. August ist Kaliforniens KI-Transparenzgesetz SB 942 in Kraft: Grosse GenAI-Anbieter müssen Herkunftsdaten in Bilder, Videos und Audio einbetten und ein kostenloses Erkennungstool anbieten. Der Stichtag wurde bewusst auf denselben Tag gelegt wie die EU-Kennzeichnungspflicht.
Nach den autonomen Cyberangriffen von OpenAI-Modellen auf Hugging Face steht das Recht vor einer offenen Frage: Wer haftet, wenn eine KI auf eigene Faust hackt? US-Juristen sehen eine Gesetzeslücke – und Hugging-Face-CEO Clément Delangue fordert neue Regeln statt einer Klage.
ByteDance hat Seedance 2.5 vorgestellt: Das Videomodell generiert neu 30 Sekunden Video samt Ton in einem einzigen Durchgang – doppelt so viel wie der Vorgänger und rund dreimal so viel wie Googles Gemini Omni Flash. Clips lassen sich mehrfach zu Minuten-Videos verlängern. Verfügbar ist das Modell vorerst nur auf ByteDances China-Plattformen, die API soll folgen.
Donnerstag lanciert, Freitag abgeschaltet: Googles neues KI-Feature legte generierte Bilder direkt über echte Satellitenkarten. Nutzer erzeugten binnen Stunden täuschend echte Fake-Satellitenbilder – jetzt zieht Google die Notbremse.
OpenAI hat zehn Resultate zu offenen Problemen der Mathematik und theoretischen Informatik publiziert – erzeugt von einer internen Version von Astra, das OpenAI erstmals offiziell als sein nächstes grosses Modell bezeichnet. Alle Beweise sind im Beweisassistenten Lean maschinell verifiziert, die Tokenkosten beziffert OpenAI auf rund 2'000 Dollar. Die Mathe-Community reagiert zwischen Begeisterung und Sinnkrise.
Das High-Performance-Computing-Labor der FHNW und das Lausanner KI-Labor Giotto.ai wollen gemeinsam Rechenaufwand und Inferenzkosten von KI-Modellen senken, ohne Leistung einzubüssen. Im Fokus: Serving-Engines, Deployment-Profile und Hardware-Beschleuniger.
OpenAI hat ein Kambodscha-basiertes Betrugsnetzwerk zerschlagen, das ChatGPT für Romance-, Investment-, Glücksspiel- und Behörden-Impersonations-Scams einsetzte. Der Hinweis kam von WhatsApp – und Teile der Chats deuten laut OpenAI auf Menschenhandel in den Scam-Compounds hin.
Zwei Wochen nach seinem ersten offenen Modell legt Mira Muratis Thinking Machines Lab nach: Inkling-Small hat 276 Milliarden Parameter, steht unter Apache-2.0-Lizenz und landet laut Artificial Analysis nur einen Punkt hinter dem rund dreieinhalbmal grösseren Flaggschiff. Auf Coding-Benchmarks schlägt der Kleine das Original sogar.
Google DeepMind hat mit Gemini Robotics ER 2 das «Gehirn» seiner neuen Robotik-Familie für alle Entwickler geöffnet: Das Modell plant mehrstufige Roboter-Aufgaben, erkennt per Videoverständnis in Echtzeit, ob etwas schiefläuft, und koordiniert mehrere Roboter gleichzeitig. Die beiden Action-Modelle der Gemini-Robotics-2-Familie bleiben vorerst Early-Access-Partnern vorbehalten.
Das Landgericht München I hat der GEMA im Prozess gegen den KI-Musikdienst Suno weitgehend recht gegeben: Wer geschützte Songs für das KI-Training nutzt und zum Verwechseln ähnlich wieder ausgibt, braucht eine Lizenz. Suno muss Auskunft erteilen und Schadenersatz leisten – und prüft die Berufung.
Die EU-Kommission hat das Bieterverfahren für bis zu sieben KI-Gigafactories eröffnet: 10 Milliarden Euro öffentliches Geld sollen über 20 Milliarden private Investitionen auslösen. Auch für die Schweiz relevant – seit November 2025 ist sie wieder EuroHPC-Teilnehmerstaat.