NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·NEUE MODELLE

Inkling-Small: Muratis Viertel-Modell überholt sein eigenes Flaggschiff

Zwei Wochen nach seinem ersten offenen Modell legt Mira Muratis Thinking Machines Lab nach: Inkling-Small hat 276 Milliarden Parameter, steht unter Apache-2.0-Lizenz und landet laut Artificial Analysis nur einen Punkt hinter dem rund dreieinhalbmal grösseren Flaggschiff. Auf Coding-Benchmarks schlägt der Kleine das Original sogar.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
1. AUGUST 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Destillationsapparatur, die leuchtend blaue Flüssigkeit in einen kleinen Kolben tropft, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Destillationsapparatur, die leuchtend blaue Flüssigkeit in einen kleinen Kolben tropft, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Der Schüler überholt den Lehrer02Effizienz ist das neue Schlachtfeld03Feintunen statt mieten
INHALT
01Der Schüler überholt den Lehrer02Effizienz ist das neue Schlachtfeld03Feintunen statt mieten
Inoo GmbH
Präsentiert & entwickelt von
kinewsletter.ch ist ein Projekt der Inoo GmbH

KI-Beratung und Softwareentwicklung aus dem St. Galler Rheintal.

inoo.ch →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Ein distilliertes Modell mit einem Viertel der Grösse überholt sein eigenes Vorbild beim Programmieren – das bisher stärkste Argument für die Effizienz-These, auf die Murati ihr Startup gebaut hat. Wer offene Modelle selbst betreiben will, bekommt gerade mehr Leistung pro GPU als je zuvor.

Zwei Wochen nach dem ersten offenen Modell legt Thinking Machines Lab nach: Das Startup der früheren OpenAI-Technikchefin Mira Murati hat am 30. Juli Inkling-Small veröffentlicht – ein Modell mit 276 Milliarden Parametern, das unter der freien Apache-2.0-Lizenz steht, nativ Text, Bilder und Audio versteht und ein Kontextfenster von bis zu einer Million Token bietet. Das Erstaunliche daran: Laut der unabhängigen Benchmark-Organisation Artificial Analysis erreicht es 40 Punkte auf dem Intelligence Index – nur einen Punkt weniger als das rund dreieinhalbmal grössere Flaggschiff Inkling (41), über das du hier Mitte Juli gelesen hast.

Der Schüler überholt den Lehrer

Möglich macht das ein zweistufiges Rezept: Zuerst lernte Inkling-Small per On-Policy-Distillation vom grossen Inkling – das kleine Modell trainiert dabei direkt an den Ausgaben des grossen «Lehrers». Danach folgten laut Thinking Machines zwei Wochen agentisches Reinforcement Learning fürs Programmieren. Das Resultat kann sich sehen lassen: Nach Herstellerangaben schlägt der Kleine das Flaggschiff auf mehreren Benchmarks – 80,2 Prozent auf SWE-Bench Verified (Inkling: 77,6), 31,6 Prozent auf Humanity's Last Exam (29,7) und 89,5 Prozent auf GPQA Diamond (87,2). Der Haken: Beim reinen Faktenwissen fällt das kleinere Modell deutlich zurück, auch bei komplexen Agenten-Aufgaben behält das Original die Nase vorn.

Effizienz ist das neue Schlachtfeld

Dass Inkling-Small trotz 276 Milliarden Parametern günstig läuft, liegt an der Mixture-of-Experts-Architektur: Pro Token sind nur 12 Milliarden Parameter aktiv, je nach Aufgabe übernehmen andere Spezialisten im Modell. Damit trifft Murati einen Nerv – praktisch zeitgleich erschien DeepSeek V4 Flash, das bei ähnlicher Grösse denselben Index-Wert erreicht. Inkling-Small ist laut Artificial Analysis allerdings sparsamer: Es braucht im Schnitt rund 24'000 Output-Token pro Aufgabe, DeepSeek V4 Flash 45'000.

Feintunen statt mieten

Die vollen Gewichte liegen auf Hugging Face, kommerzielle Nutzung ist ausdrücklich erlaubt. Genau darauf zielt Muratis Geschäftsmodell: Firmen sollen das Modell über die hauseigene Tinker-Plattform mit eigenen Daten feintunen, statt geschlossene Modelle zu mieten. Für Schweizer Unternehmen, die aus Datenschutzgründen selbst hosten wollen, sinkt damit die Einstiegshürde spürbar – auch wenn 276 Milliarden Parameter weiterhin einen ernsthaften GPU-Cluster voraussetzen und nicht auf den Laptop passen.

Quellen

Introducing Inkling-Small (Thinking Machines Lab, Primärquelle)↗ EXTERNER LINKInkling-Small auf Hugging Face – offizielle Gewichte, Apache 2.0↗ EXTERNER LINKThinking Machines bets on efficiency over size with its second model, Inkling Small (The Decoder)↗ EXTERNER LINKThinking Machines debuts Inkling Small open source AI model (VentureBeat)↗ EXTERNER LINKInkling-Small lands within a point of Inkling on the Intelligence Index (Artificial Analysis)↗ EXTERNER LINKInkling: Our Open-Weights Model (Thinking Machines Lab, erstes Modell)↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
OpenAIDeepSeekHugging Face
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Handgezeichnete Skizze einer Schneekugel mit Miniaturstadt, daneben ein Regiestuhl und ein Studiomikrofon, die Kugel in Blau akzentuiert
Handgezeichnete Skizze einer Schneekugel mit Miniaturstadt, daneben ein Regiestuhl und ein Studiomikrofon, die Kugel in Blau akzentuiert
NEUE MODELLE·28. OKTOBER 2026

Genie 4: Googles Weltmodell bekommt Ton und Dialoge

Google DeepMind hat Genie 4 vorgestellt, ein Weltmodell, das interaktive Szenen in Echtzeit erzeugt und erstmals Ton, Musik und Dialoge liefert. Zugang gibt es zunächst nur für ausgewählte Tester, Google-AI-Ultra-Abonnenten sollen bald folgen.

Handgezeichnete Skizze einer Werkbank mit drei Balkenwaagen unterschiedlicher Grösse, die mittlere leuchtet in Blau
Handgezeichnete Skizze einer Werkbank mit drei Balkenwaagen unterschiedlicher Grösse, die mittlere leuchtet in Blau
NEUE MODELLE·27. OKTOBER 2026

GPT-6.1 Terra: OpenAI halbiert den Preis seines Mittelklasse-Modells

OpenAI hat GPT-6.1 Terra vorgestellt, ein schnelleres und günstigeres Modell für Computerarbeit. Die API kostet 1 und 5 Dollar pro Million Token, auf Terminal-Bench 4.0 löst es 50,3 Prozent der Aufgaben. Der Messdienst Artificial Analysis bestätigt die Richtung.

Handgezeichnete Skizze eines Studiomikrofons auf Stativ mit Kopfhörern, Mischpult und Kabel; das Mikrofon leuchtet in Blau
Handgezeichnete Skizze eines Studiomikrofons auf Stativ mit Kopfhörern, Mischpult und Kabel; das Mikrofon leuchtet in Blau
NEUE MODELLE·25. OKTOBER 2026

Block zeigt Dessa: Sprachmodell, das lokal zuhört und redet

Jack Dorseys Firma Block hat Dessa vorgestellt, ein Sprachmodell, das laut eigenen Angaben nur mit menschlicher Sprache trainiert wurde und lokal auf einem MacBook läuft. Es hört und spricht gleichzeitig, ist aber nicht öffentlich verfügbar.

Handgezeichnete Skizze einer Bergsternwarte mit grossem Messingteleskop, Sternkarte und Laterne; das Teleskop leuchtet in Blau
Handgezeichnete Skizze einer Bergsternwarte mit grossem Messingteleskop, Sternkarte und Laterne; das Teleskop leuchtet in Blau
NEUE MODELLE·25. OKTOBER 2026

Kimi K3.1 Pro: Platz 4 im Ranking, Ausgabe halb so teuer

Moonshot AI hat Kimi K3.1 Pro vorgestellt: Im unabhängigen Ranking von Artificial Analysis landet das Modell auf Platz 4, hinter Claude Opus 5.5. Die Ausgabe kostet halb so viel wie bei Opus, die Gewichte sollen bis zum 4. November folgen.

Handgezeichnete Skizze eines Feuersteins, an dem ein Stahl Funken auf Zunder schlägt, auf einer Werkbank; Funken und Feuerstein leuchten in Blau
Handgezeichnete Skizze eines Feuersteins, an dem ein Stahl Funken auf Zunder schlägt, auf einer Werkbank; Funken und Feuerstein leuchten in Blau
NEUE MODELLE·22. OKTOBER 2026

Flint: Offenes Coding-Modell läuft auf dem Laptop

Das Start-up Recursive veröffentlicht Flint, ein offenes Coding-Modell mit 40 Milliarden Parametern, das auf einem Laptop läuft. Recursive sagt, ein automatisiertes Forschungssystem habe fast jeden Entwicklungsschritt übernommen. Die Benchmark-Zahlen stammen vom Hersteller.

Alter Stahl-Aktenschrank mit offenen Schubladen voller Lochkarten, daneben eine Werkbank mit Lochkartenstapel, Lötkolben und kleiner Platine; der Schrank ist elektroblau gefüllt.
Alter Stahl-Aktenschrank mit offenen Schubladen voller Lochkarten, daneben eine Werkbank mit Lochkartenstapel, Lötkolben und kleiner Platine; der Schrank ist elektroblau gefüllt.
NEUE MODELLE·21. OKTOBER 2026

GPT-6.1 Sol migriert COBOL: OpenAI meldet 86,6 %

OpenAI hat zwei neue Evals für selten genutzte Programmiersprachen vorgestellt, MultiLangBench und eine COBOL-Migration. Laut eigenen Angaben schafft GPT-6.1 Sol 86,6 % bei niedrigem Reasoning-Aufwand, GPT-5.6 Sol kommt auf 5,4 %. Das Eval-Setup ist auf GitHub öffentlich, die Zahlen stammen aber von OpenAI selbst.

Mehr aus Neue Modelle →