
Pascal Eugster
Pascal ist Gründer der Inoo GmbH, wo er KI-Entwicklungsprojekte für Unternehmen umsetzt – und Kopf hinter kinewsletter.ch. Aus seiner täglichen Arbeit mit KI-Technologien weiss er, was wirklich zählt, und fasst es jede Woche für dich zusammen.
LINKEDIN ↗Musk giesst Turbinenschaufeln selbst – KI-Strom 18 Monate früher
Elon Musk hat bestätigt, dass eine geheime SpaceX-Giesserei in Texas Gasturbinen-Schaufeln produzieren soll – damit Kraftwerke für KI-Rechenzentren bis zu 18 Monate früher ans Netz gehen. Genau solche Turbinen haben in den USA bereits eine Klage der NAACP und mehrere Gesundheitsstudien ausgelöst.
X verdächtigt China: Bots schüren Angst vor KI-Rechenzentren
Das Safety-Team von X hat ein Netzwerk von rund 200'000 Bot-Konten gefunden. 200 davon posteten gegen KI-Rechenzentren – mit ChatGPT-generierten Karikaturen und der Behauptung, die Anlagen trieben die Strompreise hoch. X vermutet chinesische Urheber, hat die Konten aber nicht offengelegt.
Dein Coding-Agent hat kein Zeitgefühl – und merkt es nicht
Claude Code und OpenAI Codex können weder vorhersagen, wie lange eine Aufgabe dauert, noch zuverlässig sagen, wie lange sie schon arbeiten. Eine MATS-Studie misst Fehlschätzungen um das Drei- bis Zehnfache – und zeigt, dass die Agenten sich zusätzlich rund 20 Punkte zu gute Noten geben. Was das für Timeouts, Kostenschätzungen und Projektkalkulation bedeutet.
95 Prozent KI: Chinas Schauspieler verlieren ihre Rollen
In China waren über 95 Prozent der rund 128'000 Kurzdramen aus dem ersten Quartal 2026 KI-generiert – Schauspieler, Crews und Livestreamer verlieren reihenweise Aufträge. Die Zahl ist ein Spitzenwert direkt nach dem Start von ByteDances Seedance 2.0: Im zweiten Quartal sank der KI-Anteil bereits wieder auf 64 Prozent.
Nur noch 43 Prozent: Die KI-Euphorie im Büro bröckelt
2019 stand KI in Arbeitgeber-Bewertungen fast nur im Lob-Feld: 81 Prozent. 2026 sind es noch 43 Prozent — und 53 Prozent tauchen nur noch unter den Kritikpunkten auf. Die Glassdoor-Auswertung zeigt aber auch: Es geht seltener um Jobangst als um eine schlecht gemachte Einführung.
Claude-Code-Limits: 25 Prozent mehr – und trotzdem weniger
Anthropic hebt ab 14. September 2026 die Standard-Wochenlimits von Claude Code dauerhaft um 25 Prozent an. Weil gleichzeitig eine temporäre Erhöhung um 50 Prozent ausläuft, bleibt netto 17 Prozent weniger übrig als heute – diese Zahl nennt Anthropic selbst. Was sich für dich ändert, was gleich bleibt und was du vorher prüfen solltest.
OpenAI kappt Cursor die GPT-Modelle – Stichtag 12. November
OpenAI beendet den Vertrag, der seine Modelle an das Programmierwerkzeug Cursor liefert – vorgeschlagenes Abschaltdatum ist der 12. November 2026. Grund ist nicht Cursor selbst, sondern der neue Eigentümer SpaceX. Für Entwicklerteams heisst das: gut zehn Wochen, um GPT-Modelle in Cursor zu ersetzen.
Tencent öffnet 770-Milliarden-Modell – Apache 2.0, 1 Million Token
Tencent hat Hy4 preview veröffentlicht: 770 Milliarden Parameter, 1 Million Token Kontext, Gewichte frei unter Apache 2.0. Das bisher grösste offene Modell des Konzerns – und der Lizenztext hat diesmal wirklich kein Kleingedrucktes.
Google gibt KI-Agenten ein Wiki – damit sie aus Fehlern lernen
Ein Preprint von Google Research zeigt, wie KI-Agenten ihre Erfahrung in einem wachsenden Wiki festhalten und daraus bessere Anleitungen für sich selbst schreiben. In Tests stieg die Durchschnittsgenauigkeit von Gemini 3.5 Flash von 49,5 auf 68,1 Prozent.
Debian erlaubt KI-Code – und macht Menschen dafür haftbar
Debian hat abgestimmt: Generative KI ist im Projekt weder verboten noch empfohlen. Entscheidend ist die neue Verantwortungsregel – wer KI-Output einreicht, haftet vollständig dafür. Der Siegertext setzte sich mit nur 55 Stimmen Vorsprung durch.
GLM-5.3 ist offen – aber die MIT-Lizenz ist weg
Z.ai hat die Gewichte seines 753-Milliarden-Parameter-Flaggschiffs GLM-5.3 freigegeben – zwei Wochen verspätet und erstmals nicht unter MIT. Die neue Hauslizenz verpflichtet Model-as-a-Service-Anbieter ab 10 Milliarden Dollar Umsatz zu einer Sicherheitsprüfung durch Z.ai. Für alle anderen bleibt das Modell frei – die eigentliche Hürde sind die 810 Gigabyte Speicher, die es braucht.
Claude repariert seine eigenen Alignment-Fehler – für 4 Dollar pro Stunde
Anthropic liess Claude als Sicherheitsforscher arbeiten: Das Modell entwarf selbstständig Trainingsmethoden gegen zehn Arten von Fehlverhalten – von Täuschung bis Jailbreaks – und schlug dabei die Vorschläge von 28 erfahrenen menschlichen Forschenden. Der Report nennt auch den Preis: 4 Dollar pro Stunde statt 150.























