
Pascal Eugster
Pascal ist Gründer der Inoo GmbH, wo er KI-Entwicklungsprojekte für Unternehmen umsetzt – und Kopf hinter kinewsletter.ch. Aus seiner täglichen Arbeit mit KI-Technologien weiss er, was wirklich zählt, und fasst es jede Woche für dich zusammen.
LINKEDIN ↗Der besorgte Westen: Viel KI-Nutzung, noch mehr Skepsis
Gallup und Microsoft haben die ersten 37 Länder einer weltweiten KI-Studie veröffentlicht: In 34 davon überwiegen die positiven Gefühle. Die grosse Ausnahme sind die USA, wo sich 74 Prozent der KI-bewussten Erwachsenen sorgen – ausgerechnet dort, wo am meisten genutzt wird. Innerhalb dieser Länder gilt allerdings das Gegenteil: Wer täglich mit KI arbeitet, sorgt sich am wenigsten.
ChatGPT Voice greift jetzt auf Mail, Kalender und Slack zu
OpenAI hat ChatGPT Voice aufgewertet: Die Sprachfunktion kann erstmals Plugins wie Mail, Kalender und Slack nutzen und läuft auf den GPT-6-Modellen Astra, Sol und Luna. Neu funktioniert Voice auch in ChatGPT Work auf Web und Mobile, wo per Sprache Dokumente, Präsentationen und Tabellen entstehen.
Meta baut die erste Ray-Ban-Brille ohne Kamera
An der Connect 2026 zeigt Meta die Ray-Ban Meta Audio – die erste KI-Brille des Konzerns, die bewusst nichts aufnehmen kann. Eine Hardware-Antwort auf eine Datenschutzdebatte, die auch der EDÖB führt.
Claude findet ein neues Enzymsystem – in 21 Stunden
Anthropic hat ein eigenes Biologie-Labor in der Bay Area – und Claude-Agenten fanden darin ein unbeschriebenes Enzymsystem, das an CRISPR erinnert. Laut Anthropic in 21 Stunden, mit rund 950 Agenten.
Metas Muse ist bei OpenClaw abgeschaut, die Lizenz erlaubt es
Nat Friedman bestätigt: Metas Muse ist stark von OpenClaw inspiriert, bis hin zur Datei SOUL.md. Kopiert worden sei kein Code, sagt Meta. Die MIT-Lizenz hätte selbst das erlaubt.
Comparis bringt die Schweizer Immobiliensuche in ChatGPT
Comparis lanciert als erstes Schweizer Immobilienportal ein eigenes ChatGPT-Plug-in. Eine hauseigene Bildanalyse durchsucht die Inseratefotos nach Merkmalen wie Kücheninsel, Holzboden oder besonders hellen Räumen, für die kein Filter existiert. Wichtiger als die Technik ist die Verschiebung dahinter: Der Einstiegspunkt der Suche wandert vom Portal in den Chat.
Trump erklärt KI an der UNO zur «Super Intelligence»
Donald Trump hat vor der UNO-Generalversammlung angekündigt, dass die USA künstliche Intelligenz in allen Regierungsdokumenten «Super Intelligence» nennen. Eine unterzeichnete Anordnung gibt es bisher nicht, der Begriff stammt aus einer Truth-Social-Abstimmung. Für Schweizer Firmen mit US-Kunden zählt vor allem, dass «artificial intelligence» der definierte Rechtsbegriff bleibt.
Snapdragon 8 Elite Gen 6: 30-Milliarden-Modelle direkt auf dem Handy
Qualcomm hat am Snapdragon Summit zwei Flaggschiff-Chips in 2-Nanometer-Fertigung vorgestellt, deren CPU erstmals 5 Gigahertz erreicht. Die Top-Variante soll Mixture-of-Experts-Modelle mit über 30 Milliarden Parametern lokal ausführen. Für Schweizer Firmen mit Berufsgeheimnis ist genau das der interessante Teil.
Claude Opus 5.5: Fable-Niveau zum tieferen Preis
Anthropic hat Claude Opus 5.5 veröffentlicht. Das Modell arbeitet laut Anthropic auf Fable-5.1-Niveau, kostet im Betrieb aber 40 Prozent weniger als Opus 5.
OpenAI halbiert die API-Preise für GPT-6 Sol und Luna
OpenAI hat GPT-6 Sol und Luna veröffentlicht und die API-Preise halbiert. Für Schweizer Teams mit Agenten-Workloads schrumpft die Token-Rechnung auf die Hälfte.
Nur 7'000 humanoide Roboter – die Zahl hinter dem Hype
Die International Federation of Robotics hat humanoide Roboter erstmals als eigene Kategorie gezählt: rund 7'000 Stück wurden 2025 weltweit für Industrie und professionelle Dienstleistungen verkauft. Klassische Industrieroboter kamen 2024 auf 542'000 Installationen. Die Bank of America erwartet für 2026 trotzdem 90'000 Auslieferungen und 1,2 Millionen bis 2030.
xAI bringt Grok 4.7 – günstig, aber kein Spitzenreiter
xAI hat Grok 4.7 veröffentlicht: 2 US-Dollar pro Million Input-Token, 6 Dollar für Output – ein Bruchteil dessen, was Claude Fable 5.1 kostet. Im unabhängigen Artificial Analysis Intelligence Index landet das Modell mit 46 Punkten aber nur im Mittelfeld. Für Schweizer Teams heisst das: günstig rechnen, aber nicht blind auf lange Agenten-Läufe setzen.























