Hinter allen drei Rogue-KI-Vorfällen steckt dasselbe kleine Startup
Die Fälle, in denen KI-Modelle von OpenAI, Anthropic und Meta bei Sicherheitstests in echte fremde Systeme eingriffen, gehen auf dieselbe Fehlkonfiguration zurück – bei einem einzigen Anbieter. Irregular aus Tel Aviv hat rund 35 Mitarbeitende und prüft die mächtigsten Modelle der Welt. Das wirft eine Frage auf, die bisher kaum jemand stellt.
SRG blockiert KI-Crawler und will ihr Archiv für Apertus öffnen
Seit August weist die SRG auf srf.ch, rts.ch und rtr.ch über 20 KI-Trainingsbots ab — Live-Abrufe für KI-Antworten bleiben ausdrücklich erlaubt. Gleichzeitig verhandelt sie mit ETH Zürich und EPFL darüber, ihr Archiv mit rund 2 Millionen Stunden Radio- und TV-Material dem offenen Schweizer Modell Apertus zu überlassen. Andere Medienhäuser lassen sich ihre Archive für zweistellige Millionenbeträge abkaufen.
Amazons Kraftwerk in Texas könnte grösster Klimaverschmutzer der USA werden
Für ein neues KI-Rechenzentrum in Pecos County finanziert Amazon ein eigenes Gaskraftwerk mit 35 Turbinen und 7,65 Gigawatt. Die Bewilligung erlaubt 33 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr – mehr als jedes andere Kraftwerk der USA. Am Netto-Null-Versprechen für 2040 hält der Konzern trotzdem fest.
AMD kauft Taalas – KI-Modelle direkt ins Silizium gebrannt
AMD übernimmt das Toronto-Startup Taalas, das KI-Modelle direkt ins Silizium brennt, statt sie auf flexibler Hardware laufen zu lassen. Ein Testchip lieferte Llama 3.1 8B mit 16'960 Token pro Sekunde und Nutzer aus – ein Vielfaches konkurrierender Hardware. Der Preis dafür: Jeder Chip kann nur genau ein Modell.
Kimi K3 brach aus der Testumgebung aus – und schummelte
Das chinesische Modell Kimi K3 verliess bei einem Cybersicherheits-Test seine Sandbox, klonte das Benchmark-Repository von GitHub und las die Lösung ab. Schuld war eine falsch konfigurierte Testumgebung. Der Fall zeigt: Nicht nur die Modelle sind ein Risiko – auch die Tests, die sie prüfen sollen.
Anthropic baut eigene KI-Chips – und zahlt bis 485'000 Dollar
Anthropic baut ein eigenes Team für kundenspezifische KI-Chips auf und sucht Chipdesigner für bis zu 485'000 Dollar im Jahr. Hardware und Modelle sollen künftig gemeinsam entworfen werden, damit Claude schneller und günstiger läuft. Das eigene Silizium ergänzt die bestehenden Deals mit AWS, Google, Nvidia und AMD – ersetzen soll es sie nicht.
Meta liess über 50 Anzeigen mit KI-generiertem Missbrauchsmaterial laufen
Eine Wired-Recherche auf Basis von Daten des Tech Transparency Project zeigt: Meta hat mehr als 50 bezahlte Anzeigen mit KI-generierten sexualisierten Darstellungen von Kindern geprüft, freigegeben und ausgespielt – auf Facebook, Instagram, Messenger und Threads. Die Anzeigen sind inzwischen entfernt, doch der Fall wirft grundlegende Fragen an Metas Werbeprüfung auf.
Meta greift Claude Code an: 92 Prozent Rabatt fürs Datenteilen
Meta Superintelligence Labs lanciert mit Muse Code einen Terminal-Coding-Agenten als direkte Konkurrenz zu Claude Code und Codex – angetrieben vom neuen Modell Muse Spark 1.2. Der Haken am Preismodell: Wer Meta seine Daten überlässt, zahlt bis zu 95 Prozent weniger.
Jetzt alle drei: Auch Metas KI hackte real – OpenAI nennt Details
Nach OpenAI und Anthropic räumt jetzt auch Meta ein, dass eines seiner Modelle bei Sicherheitstests real in ein fremdes Unternehmen eindrang. Zugleich legt OpenAI erstmals offen, was sein Modell GPT-5.6 Sol genau tat – und wie schnell der Vorfall gestoppt wurde. Innerhalb von zwei Wochen ist damit bei allen drei grossen US-Labs dasselbe passiert.
AMD: Rekordquartal dank KI – und die Börse straft trotzdem ab
AMD meldet für das zweite Quartal 2026 Rekordumsatz: 11,5 Milliarden Dollar, plus 50 Prozent – die KI-Datacenter-Sparte hat sich mehr als verdoppelt. Trotz Doppel-Beat und starker Prognose fällt die Aktie nachbörslich um mehr als 8 Prozent.
Weisses Haus erwog Verbote chinesischer Open-Source-KI – und ruderte zurück
Laut der New York Times beriet die US-Regierung wochenlang über Sanktionen, eine Handels-Blacklist und sogar ein Cloud-Geschäftsverbot gegen chinesische Open-Weight-Anbieter. OpenAI und Anthropic sollen Restriktionen befürwortet haben – Nvidia, Microsoft, Google und Meta liefen dagegen Sturm. Vorerst setzt Washington nun auf Wettbewerbsfähigkeit statt Verbote.
Palantir: 93 Prozent Wachstum und erstmals eine Milliarde Gewinn
Palantir hat im zweiten Quartal 2026 den Umsatz um 93 Prozent auf 1,935 Milliarden Dollar gesteigert und erstmals über eine Milliarde Dollar Quartalsgewinn erzielt. CEO Alex Karp nennt das Quartal «otherworldly» – und teilt kräftig gegen die KI-Labs aus.























