Das als «zu gefährlich für die Öffentlichkeit» eingestufte Sicherheitsmodell Mythos wurde unautorisiert zugänglich – und Claude Code verschwand kurzzeitig aus dem günstigsten Abo.
Anthropic hat seinen Börsenprospekt öffentlich eingereicht und will als «ANT» an die Nasdaq. Im ersten Halbjahr 2026 stehen 16,3 Milliarden Dollar Umsatz einem Nettoverlust von 80,7 Milliarden gegenüber, der laut Yahoo Finance grösstenteils auf Buchungseffekte zurückgeht.
Anthropics Woche zeigt die Spannung zwischen Sicherheitsanspruch und Realität: Das als «zu gefährlich» eingestufte Mythos-Modell wurde über URL-Guessing zugänglich, und der Versuch, Claude Code aus dem günstigsten Plan zu streichen, scheiterte am Community-Widerstand.
Am 21. April berichtete Bloomberg, dass eine kleine Gruppe in einem privaten Online-Forum Zugang zu Claude Mythos Preview erhalten hat – Anthropics KI-Modell, das Zero-Day-Sicherheitslücken in Software finden kann. Die Methode: URL-Guessing. Die Gruppe erriet die Speicheradresse des Modells anhand bekannter Muster aus einem früheren Datenleck bei einem Drittanbieter, der mit grossen KI-Firmen zusammenarbeitet.
Anthropic hatte Mythos bewusst nur einem ausgewählten Kreis von Unternehmen zum Testen freigegeben – darunter Amazon, Apple, Microsoft, Cisco, CrowdStrike, JPMorgan, Nvidia und Google, insgesamt über 40 Firmen. Ziel: Die Organisationen sollten ihre Systeme gegen mögliche KI-gestützte Angriffe abhärten, bevor das Modell breiter verfügbar wird.
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