NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivÜber uns
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-BUSINESS

Hugging Face soll Verkauf prüfen – 13 Milliarden im Raum

Laut einem Exklusivbericht von Business Insider soll Hugging Face Übernahmeinteresse ab 13 Milliarden Dollar erhalten haben – fast das Dreifache der letzten bekannten Bewertung. Bestätigt ist davon nichts: Alle Meldungen gehen auf dieselbe Quelle zurück, das Unternehmen schweigt. Für die Schweiz ist die Frage trotzdem relevant, denn Apertus von ETH, EPFL und CSCS wird über Hugging Face verteilt.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
25. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Auktionsraums mit leeren Stuhlreihen, Hammer und einer einzigen erhobenen blauen Bieterkelle, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Auktionsraums mit leeren Stuhlreihen, Hammer und einer einzigen erhobenen blauen Bieterkelle, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Eine Quelle, viele Schlagzeilen02Der Mann, der Nvidia abblitzen liess03Warum das die Schweiz angeht04Teuer werden jetzt die Zwischenhändler
INHALT
01Eine Quelle, viele Schlagzeilen02Der Mann, der Nvidia abblitzen liess03Warum das die Schweiz angeht04Teuer werden jetzt die Zwischenhändler
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Ein unbestätigter Bericht aus einer einzigen Quelle – aber mit realem Schweizer Einsatz: Apertus hängt an genau der Plattform, über deren Verkauf gerade spekuliert wird.

Hugging Face, die zentrale Plattform der offenen KI-Szene, soll Übernahmeinteresse zu einer Bewertung von mindestens 13 Milliarden Dollar erhalten haben. Das berichtete Business Insider am 23. August 2026 unter Berufung auf anonyme Insider – bestätigt ist davon bisher nichts. Zur Einordnung: Zuletzt wurde das Unternehmen 2023 mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet. Die kolportierte Zahl wäre fast das Dreifache.

Eine Quelle, viele Schlagzeilen

Wer die Meldung diese Woche mehrfach gelesen hat, sollte wissen: Alle Berichte – von TechCrunch über SiliconANGLE bis zu Reuters und Bloomberg – gehen auf denselben Exklusivbericht von Business-Insider-Reporterin Katie Roof zurück. Er stützt sich auf ungenannte Personen, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen.

Laut diesem Bericht hat Hugging Face eine Bank eingeschaltet, um das Interesse möglicher Bieter auszuloten. Ein Abschluss existiert nicht, ein Käufer wird nicht genannt, die Gespräche gelten als früh. Hugging Face selbst hat sich bis heute weder bestätigend noch dementierend geäussert; TechCrunch schreibt, man habe das Unternehmen um Stellungnahme gebeten.

Der Mann, der Nvidia abblitzen liess

Zur Verkaufsthese passt das öffentliche Auftreten von CEO Clément Delangue nur bedingt. Erst in diesem Jahr lehnte das 2016 in New York gegründete Unternehmen laut TechCrunch eine 500-Millionen-Dollar-Investition von Nvidia ab – eine Bewertung von 7 Milliarden Dollar wäre damit verbunden gewesen. Die Begründung: Man wollte keinen dominanten Einzelinvestor, der Entscheidungen beeinflusst.

Im TechCrunch-Podcast Equity sagte Delangue zuletzt, die Firma sei "close to profitability" und optimiere auf "long-term sustainability" statt auf kurzfristigen Gewinn.

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration einer Drehtür in einer Marmorlobby mit Aktenkoffer und Säule, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Drehtür in einer Marmorlobby mit Aktenkoffer und Säule, kinewsletter.ch Stil
"Wir bauen eine Plattform für die Community, und sie vertraut uns ihre Daten und Modelle an – wir haben also eine langfristige Verantwortung ihr gegenüber." – Clément Delangue im TechCrunch-Podcast Equity

Warum das die Schweiz angeht

Auf Hugging Face liegen laut SiliconANGLE über 3 Millionen öffentliche Modelle – darunter Apertus, das erste grosse offene Schweizer Sprachmodell von ETH Zürich, EPFL und dem Supercomputing-Zentrum CSCS. Die ETH schreibt in ihrer Medienmitteilung vom 2. September 2025 ausdrücklich, Apertus sei über den strategischen Partner Swisscom, die KI-Plattform Hugging Face und das Public-AI-Netzwerk verfügbar.

Allein die grössere Variante mit 70 Milliarden Parametern wurde dort bis zum 25. August 2026 über 35'000 Mal heruntergeladen. Wem die Plattform gehört, ist damit keine rein amerikanische Frage: Ein Eigentümerwechsel würde die Vertriebsinfrastruktur eines Schweizer Vorzeigeprojekts betreffen. Wenn du Apertus oder andere offene Modelle über Hugging Face beziehst, hängt deine Toolchain an genau dieser Plattform.

Teuer werden jetzt die Zwischenhändler

Der Bericht fällt in eine Phase, in der die Verteilschicht der KI-Branche plötzlich hoch bewertet wird: Am 19. August vereinbarte Stripe die Übernahme des Modell-Routers OpenRouter – die Berichte nennen Beträge zwischen 7 und 8 Milliarden Dollar. Beide Firmen bauen keine eigenen Spitzenmodelle, sondern sitzen zwischen Entwicklern und Modellanbietern.

Bis Hugging Face oder ein Käufer etwas bestätigt, bleibt die 13-Milliarden-Zahl aber genau das: eine Zahl aus einem unbestätigten Bericht.

Quellen

Hugging Face has been fielding M&A interest for a deal worth at least $13 billion (Business Insider)↗ EXTERNER LINKHugging Face reportedly in talks to be acquired for $13B (TechCrunch)↗ EXTERNER LINKReport: AI model hub Hugging Face exploring sale at $13B valuation (SiliconANGLE)↗ EXTERNER LINKHugging Face exploring sale valuing it at $13 billion, Business Insider says (Reuters via Yahoo Finance)↗ EXTERNER LINKApertus: a fully open, transparent, multilingual language model (ETH Zürich)↗ EXTERNER LINKswiss-ai/Apertus-70B-2509 (Hugging Face)↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
Hugging FaceETH ZürichEPFLNvidiaSwisscom
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?
KI-BUSINESS·25. AUGUST 2026

Nvidia soll bei Perplexity einsteigen – laut einem einzigen Bericht

Laut einem Bericht von The Information verhandelt Nvidia über eine Beteiligung an Perplexity – bei einer Bewertung von über 30 Milliarden Dollar. Bestätigt ist nichts: Alle Meldungen gehen auf diesen einen Bericht mit anonymen Quellen zurück. Aufschlussreicher als das Gerücht ist das Muster dahinter – Nvidia investiert seit Jahren in die eigenen Kunden.

Illustration eines Bibliotheks-Lesesaals mit einer freistehenden elektroblauen Tür und einem Messingschlüssel auf einem Pult, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Bibliotheks-Lesesaals mit einer freistehenden elektroblauen Tür und einem Messingschlüssel auf einem Pult, kinewsletter.ch Stil
Nur für Abonnenten·KI-BUSINESS·25. AUGUST 2026

Thomson Reuters baut eigenes KI-Modell – und mietet trotzdem Claude

Thomson Reuters hat rund 40 Millionen Dollar in ein eigenes Sprachmodell für Rechtsarbeit gesteckt. Die letzte Trainingsrunde kostete davon nur 450'000 – der Rest ging in Personal und Content. Und das wichtigste Produkt läuft weiterhin auf Anthropics Claude Agent SDK. Was Schweizer Firmen aus dieser Rechnung lernen.

Illustration einer Börsenhalle mit Ticker-Maschine und Handglocke, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Börsenhalle mit Ticker-Maschine und Handglocke, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·25. AUGUST 2026

Anthropic macht 65 Milliarden Umsatz – zu wenig für 2 Billionen

Die Financial Times hat Anthropics Finanzzahlen vor dem geplanten Börsengang offengelegt: 65 Milliarden Dollar annualisierter Umsatz, der erste operative Gewinn und 6'000 Grosskunden. Beeindruckend – und trotzdem erst ein Drittel dessen, was die angestrebte Bewertung von 2 Billionen Dollar verlangt.

Illustration einer Wand mit analogen Zählern und einem grossen Zeigerinstrument, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Wand mit analogen Zählern und einem grossen Zeigerinstrument, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·24. AUGUST 2026

KI-Agenten überholen Menschen: 14-mal mehr Tokens

Auf OpenRouter verbrauchen KI-Agenten seit Anfang Februar 2026 mehr Tokens als Menschen – ihr Verbrauch ist seither um das 14-Fache gestiegen, der menschliche nur um das 2,8-Fache. Ein agentischer Auftrag frisst rund 15-mal mehr Tokens als eine Chat-Anfrage. Wer KI-Budgets noch für Chat plant, plant falsch.

Illustration einer Werkbank mit gestapelten Speichermodulen und einer Balkenwaage, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Werkbank mit gestapelten Speichermodulen und einer Balkenwaage, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·23. AUGUST 2026

Nvidia-Server werden laut Bloomberg über 15 Prozent teurer

Grosse Nvidia-Kunden wurden laut Bloomberg informiert: Server mit Nvidias KI-Chips werden in vielen Fällen über 15 Prozent teurer. Grund sind die explodierenden Speicherpreise.

Handgezeichnete Skizze eines geöffneten Kofferraums mit grossem blauem Rechenmodul, Kabeln und Werkstattlampe, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze eines geöffneten Kofferraums mit grossem blauem Rechenmodul, Kabeln und Werkstattlampe, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·22. AUGUST 2026

Waymo baut seinen eigenen Chip – Nvidia bleibt trotzdem drin

Alphabets Robotaxi-Tochter Waymo hat erstmals offengelegt, was im Kofferraum ihrer fahrerlosen Taxis steckt: einen selbst entwickelten 5-Nanometer-Chip mit über 1'000 TOPS. Er verarbeitet die Rohdaten von 13 Kameras, vier Lidar- und sechs Radar-Sensoren. Ein Bruch mit Nvidia ist es trotzdem nicht.

Mehr aus KI-Business →