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Hugging Face soll Verkauf prüfen – 13 Milliarden im Raum

Laut einem Exklusivbericht von Business Insider soll Hugging Face Übernahmeinteresse ab 13 Milliarden Dollar erhalten haben – fast das Dreifache der letzten bekannten Bewertung. Bestätigt ist davon nichts: Alle Meldungen gehen auf dieselbe Quelle zurück, das Unternehmen schweigt. Für die Schweiz ist die Frage trotzdem relevant, denn Apertus von ETH, EPFL und CSCS wird über Hugging Face verteilt.

Pascal Eugster
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25. AUGUST 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Auktionsraums mit leeren Stuhlreihen, Hammer und einer einzigen erhobenen blauen Bieterkelle, kinewsletter.ch Stil
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INHALT
01Eine Quelle, viele Schlagzeilen02Der Mann, der Nvidia abblitzen liess03Warum das die Schweiz angeht04Teuer werden jetzt die Zwischenhändler
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01Eine Quelle, viele Schlagzeilen02Der Mann, der Nvidia abblitzen liess03Warum das die Schweiz angeht04Teuer werden jetzt die Zwischenhändler
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Ein unbestätigter Bericht aus einer einzigen Quelle – aber mit realem Schweizer Einsatz: Apertus hängt an genau der Plattform, über deren Verkauf gerade spekuliert wird.

Hugging Face, die zentrale Plattform der offenen KI-Szene, soll Übernahmeinteresse zu einer Bewertung von mindestens 13 Milliarden Dollar erhalten haben. Das berichtete Business Insider am 23. August 2026 unter Berufung auf anonyme Insider – bestätigt ist davon bisher nichts. Zur Einordnung: Zuletzt wurde das Unternehmen 2023 mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet. Die kolportierte Zahl wäre fast das Dreifache.

Eine Quelle, viele Schlagzeilen

Wer die Meldung diese Woche mehrfach gelesen hat, sollte wissen: Alle Berichte – von TechCrunch über SiliconANGLE bis zu Reuters und Bloomberg – gehen auf denselben Exklusivbericht von Business-Insider-Reporterin Katie Roof zurück. Er stützt sich auf ungenannte Personen, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen.

Laut diesem Bericht hat Hugging Face eine Bank eingeschaltet, um das Interesse möglicher Bieter auszuloten. Ein Abschluss existiert nicht, ein Käufer wird nicht genannt, die Gespräche gelten als früh. Hugging Face selbst hat sich bis heute weder bestätigend noch dementierend geäussert; TechCrunch schreibt, man habe das Unternehmen um Stellungnahme gebeten.

Der Mann, der Nvidia abblitzen liess

Zur Verkaufsthese passt das öffentliche Auftreten von CEO Clément Delangue nur bedingt. Erst in diesem Jahr lehnte das 2016 in New York gegründete Unternehmen laut TechCrunch eine 500-Millionen-Dollar-Investition von Nvidia ab – eine Bewertung von 7 Milliarden Dollar wäre damit verbunden gewesen. Die Begründung: Man wollte keinen dominanten Einzelinvestor, der Entscheidungen beeinflusst.

Im TechCrunch-Podcast Equity sagte Delangue zuletzt, die Firma sei "close to profitability" und optimiere auf "long-term sustainability" statt auf kurzfristigen Gewinn.

"Wir bauen eine Plattform für die Community, und sie vertraut uns ihre Daten und Modelle an – wir haben also eine langfristige Verantwortung ihr gegenüber." – Clément Delangue im TechCrunch-Podcast Equity

Warum das die Schweiz angeht

Auf Hugging Face liegen laut SiliconANGLE über 3 Millionen öffentliche Modelle – darunter Apertus, das erste grosse offene Schweizer Sprachmodell von ETH Zürich, EPFL und dem Supercomputing-Zentrum CSCS. Die ETH schreibt in ihrer Medienmitteilung vom 2. September 2025 ausdrücklich, Apertus sei über den strategischen Partner Swisscom, die KI-Plattform Hugging Face und das Public-AI-Netzwerk verfügbar.

Allein die grössere Variante mit 70 Milliarden Parametern wurde dort bis zum 25. August 2026 über 35'000 Mal heruntergeladen. Wem die Plattform gehört, ist damit keine rein amerikanische Frage: Ein Eigentümerwechsel würde die Vertriebsinfrastruktur eines Schweizer Vorzeigeprojekts betreffen. Wenn du Apertus oder andere offene Modelle über Hugging Face beziehst, hängt deine Toolchain an genau dieser Plattform.

Teuer werden jetzt die Zwischenhändler

Der Bericht fällt in eine Phase, in der die Verteilschicht der KI-Branche plötzlich hoch bewertet wird: Am 19. August vereinbarte Stripe die Übernahme des Modell-Routers OpenRouter – die Berichte nennen Beträge zwischen 7 und 8 Milliarden Dollar. Beide Firmen bauen keine eigenen Spitzenmodelle, sondern sitzen zwischen Entwicklern und Modellanbietern.

Bis Hugging Face oder ein Käufer etwas bestätigt, bleibt die 13-Milliarden-Zahl aber genau das: eine Zahl aus einem unbestätigten Bericht.

Quellen

Hugging Face has been fielding M&A interest for a deal worth at least $13 billion (Business Insider)↗ EXTERNER LINKHugging Face reportedly in talks to be acquired for $13B (TechCrunch)↗ EXTERNER LINKReport: AI model hub Hugging Face exploring sale at $13B valuation (SiliconANGLE)↗ EXTERNER LINKHugging Face exploring sale valuing it at $13 billion, Business Insider says (Reuters via Yahoo Finance)↗ EXTERNER LINKApertus: a fully open, transparent, multilingual language model (ETH Zürich)↗ EXTERNER LINKswiss-ai/Apertus-70B-2509 (Hugging Face)↗ EXTERNER LINK
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Hugging FaceETH ZürichEPFLNvidiaSwisscom
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