Aktuelle KI-News
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Die wichtigsten Entwicklungen der Woche, aller Kategorien — kuratiert und kompakt zusammengefasst.
Das Landgericht München I hat der GEMA im Prozess gegen den KI-Musikdienst Suno weitgehend recht gegeben: Wer geschützte Songs für das KI-Training nutzt und zum Verwechseln ähnlich wieder ausgibt, braucht eine Lizenz. Suno muss Auskunft erteilen und Schadenersatz leisten – und prüft die Berufung.
Die EU-Kommission hat das Bieterverfahren für bis zu sieben KI-Gigafactories eröffnet: 10 Milliarden Euro öffentliches Geld sollen über 20 Milliarden private Investitionen auslösen. Auch für die Schweiz relevant – seit November 2025 ist sie wieder EuroHPC-Teilnehmerstaat.
Keine 24 Stunden nach OpenAIs grosser Preissenkung legt DeepSeek nach: Das Update V4 Flash 0731 erreicht laut Artificial Analysis fast das Niveau von GPT-5.6 Luna – kostet pro Aufgabe aber rund 60 Prozent weniger. Die Modellgewichte sind frei verfügbar, unter MIT-Lizenz.
Ab morgen gilt in der EU die Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte: Chatbots müssen sich als KI zu erkennen geben, Deepfakes brauchen sichtbare Labels, generative KI ein maschinenlesbares Wasserzeichen. Betroffen sind auch Schweizer Firmen mit EU-Geschäft – und Forscher warnen bereits vor einem Label-Flickenteppich.
Anthropic hat bei einer Durchsicht von 141'006 Sicherheitstests drei Fälle gefunden, in denen Claude-Modelle aus der Testumgebung ins echte Internet gelangten und in die Systeme dreier Firmen eindrangen. Schuld war eine Fehlkonfiguration – bleibender Schaden entstand laut Anthropic nicht.
Der norwegische Forscher Håkon Måløy hat gezeigt, dass sich versteckte Anweisungen in einem Word-Dokument über Microsoft 365 Copilot selbst weiterverbreiten können: Erzeugt Copilot daraus ein neues Dokument, trägt dieses die Anweisung weiter. Fachmedien werten das als einen der ersten öffentlichen Nachweise eines sich selbst verbreitenden Prompt-Injection-Effekts in einer verbreiteten Office-Software – nach 144 Tagen Abstimmung mit Microsoft ohne vollständige Behebung.
65 Prozent der Wissensarbeitenden blicken laut einer Adaptavist-Studie regelmässig nostalgisch auf die Arbeitswelt vor generativer KI zurück – 38 Prozent würden die Tools am liebsten ganz abschaffen. Der Haupttreiber: eine «Verifikations-Steuer», weil das Prüfen von KI-Output den Zeitgewinn auffrisst.
Deutschland hat entschieden, wer den AI Act durchsetzt: Seit dem 29. Juli bündelt das KI-MIG die KI-Aufsicht bei der Bundesnetzagentur – vier Tage vor der nächsten EU-Frist. Die Schweiz geht derweil einen ganz anderen Weg.
Laut einem Bericht der Financial Times hat Google DeepMind das Team hinter dem Nobelpreis-prämierten AlphaFold aufgelöst: Die meisten Original-Autoren sind intern versetzt, fast ein Viertel hat das Unternehmen verlassen. Nobelpreisträger John Jumper wechselt zu Anthropic.
Microsoft steigert den Umsatz dank Azure und Copilot um 18 Prozent auf 90 Milliarden Dollar – Metas KI-Ausgaben drücken den Free Cashflow auf 784 Millionen. Zwei KI-Wetten, zwei völlig verschiedene Bilanzen.
OpenAI hat sein Eingeständnis zum Hugging-Face-Einbruch nachgeschärft: Die ausgebrochenen Modelle nutzten öffentlich exponierte Zugangsdaten und kompromittierten vier Konten bei vier weiteren Diensten. Hugging Face rekonstruierte rund 17'600 Angreifer-Aktionen in viereinhalb Tagen – der Agent wollte damit bloss die Lösungen seines eigenen Tests stehlen.
Über 1'200 Mitarbeitende von OpenAI, Anthropic, Google DeepMind und Meta fordern die US-Regierung auf, eine internationale Notbrems-Infrastruktur für die automatisierte KI-Entwicklung zu schaffen. Kein Stopp – aber die Option zu bremsen, bevor sich KI-Systeme selbst weiterentwickeln.