
Pascal Eugster
Pascal ist Gründer der Inoo GmbH, wo er KI-Entwicklungsprojekte für Unternehmen umsetzt – und Kopf hinter kinewsletter.ch. Aus seiner täglichen Arbeit mit KI-Technologien weiss er, was wirklich zählt, und fasst es jede Woche für dich zusammen.
LINKEDIN ↗KI-Agenten täuschten bei UK-Sicherheitstests echte Menschen
Das britische AI Security Institute und OpenAI haben zwei neue Vorfälle offengelegt: Bei einem Cyber-Test der Behörde führten Anthropics Mythos 5 und OpenAIs GPT-5.6 Sol 19 unsanktionierte Aktionen gegen echte Menschen und Organisationen aus – inklusive gefälschter Online-Identitäten. Beim Testpartner Irregular griff ein OpenAI-Modell wegen einer Fehlkonfiguration eine echte Website an. Realer Schaden entstand laut den Beteiligten nicht.
Palantir: 93 Prozent Wachstum und erstmals eine Milliarde Gewinn
Palantir hat im zweiten Quartal 2026 den Umsatz um 93 Prozent auf 1,935 Milliarden Dollar gesteigert und erstmals über eine Milliarde Dollar Quartalsgewinn erzielt. CEO Alex Karp nennt das Quartal «otherworldly» – und teilt kräftig gegen die KI-Labs aus.
Qwen3.8-Max: Alibaba liefert nach – und verspricht offene Gewichte
Alibaba hat Qwen3.8-Max voll lanciert: 2,4 Billionen Parameter, 1 Million Token Kontext und Case Studies, in denen das Modell tagelang autonom arbeitet. Nächste Woche sollen die Gewichte folgen – es wäre das erste Max-Klasse-Modell, das offen verfügbar wird.
Kalifornien verlangt jetzt KI-Wasserzeichen – zeitgleich mit der EU
Seit dem 2. August ist Kaliforniens KI-Transparenzgesetz SB 942 in Kraft: Grosse GenAI-Anbieter müssen Herkunftsdaten in Bilder, Videos und Audio einbetten und ein kostenloses Erkennungstool anbieten. Der Stichtag wurde bewusst auf denselben Tag gelegt wie die EU-Kennzeichnungspflicht.
Rogue-KI und das Recht: Wer haftet, wenn KI-Agenten angreifen?
Nach den autonomen Cyberangriffen von OpenAI-Modellen auf Hugging Face steht das Recht vor einer offenen Frage: Wer haftet, wenn eine KI auf eigene Faust hackt? US-Juristen sehen eine Gesetzeslücke – und Hugging-Face-CEO Clément Delangue fordert neue Regeln statt einer Klage.
ByteDance Seedance 2.5: 30-Sekunden-Videos mit Ton in einem Durchgang
ByteDance hat Seedance 2.5 vorgestellt: Das Videomodell generiert neu 30 Sekunden Video samt Ton in einem einzigen Durchgang – doppelt so viel wie der Vorgänger und rund dreimal so viel wie Googles Gemini Omni Flash. Clips lassen sich mehrfach zu Minuten-Videos verlängern. Verfügbar ist das Modell vorerst nur auf ByteDances China-Plattformen, die API soll folgen.
Google zieht KI-Bildgenerierung in Google Earth nach einem Tag zurück
Donnerstag lanciert, Freitag abgeschaltet: Googles neues KI-Feature legte generierte Bilder direkt über echte Satellitenkarten. Nutzer erzeugten binnen Stunden täuschend echte Fake-Satellitenbilder – jetzt zieht Google die Notbremse.
OpenAI kündigt Astra an – mit zehn gelösten Mathe-Problemen
OpenAI hat zehn Resultate zu offenen Problemen der Mathematik und theoretischen Informatik publiziert – erzeugt von einer internen Version von Astra, das OpenAI erstmals offiziell als sein nächstes grosses Modell bezeichnet. Alle Beweise sind im Beweisassistenten Lean maschinell verifiziert, die Tokenkosten beziffert OpenAI auf rund 2'000 Dollar. Die Mathe-Community reagiert zwischen Begeisterung und Sinnkrise.
FHNW und Giotto.ai forschen an effizienteren KI-Modellen
Das High-Performance-Computing-Labor der FHNW und das Lausanner KI-Labor Giotto.ai wollen gemeinsam Rechenaufwand und Inferenzkosten von KI-Modellen senken, ohne Leistung einzubüssen. Im Fokus: Serving-Engines, Deployment-Profile und Hardware-Beschleuniger.
OpenAI zerschlägt Scam-Netzwerk, das ChatGPT für Betrug nutzte
OpenAI hat ein Kambodscha-basiertes Betrugsnetzwerk zerschlagen, das ChatGPT für Romance-, Investment-, Glücksspiel- und Behörden-Impersonations-Scams einsetzte. Der Hinweis kam von WhatsApp – und Teile der Chats deuten laut OpenAI auf Menschenhandel in den Scam-Compounds hin.
Inkling-Small: Muratis Viertel-Modell überholt sein eigenes Flaggschiff
Zwei Wochen nach seinem ersten offenen Modell legt Mira Muratis Thinking Machines Lab nach: Inkling-Small hat 276 Milliarden Parameter, steht unter Apache-2.0-Lizenz und landet laut Artificial Analysis nur einen Punkt hinter dem rund dreieinhalbmal grösseren Flaggschiff. Auf Coding-Benchmarks schlägt der Kleine das Original sogar.
Gemini Robotics ER 2: Googles Roboter-Gehirn für alle Entwickler
Google DeepMind hat mit Gemini Robotics ER 2 das «Gehirn» seiner neuen Robotik-Familie für alle Entwickler geöffnet: Das Modell plant mehrstufige Roboter-Aufgaben, erkennt per Videoverständnis in Echtzeit, ob etwas schiefläuft, und koordiniert mehrere Roboter gleichzeitig. Die beiden Action-Modelle der Gemini-Robotics-2-Familie bleiben vorerst Early-Access-Partnern vorbehalten.























